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Montag, 19.03.12

Bula von Fidschi!

Da ist sie, die Sonne...

 

 

"Bula! Wenn es auf den Fidschi-Inseln ein Wort gibt, das man im Miteinander mit der einheimischen Bevölkerung drauf haben muss, dann sind das genau diese vier Buchstaben. Meistens zur Begrüßung eingesetzt, doch auch gerne einfach mal so zwischendurch aus voller Überzeugung oder auch als Allzweckwaffe gegen die Sprachbarriere, wenn Englisch nicht funktioniert. Bula hier, bula da.

Mein Flug aus Honolulu hier her war ein Erlebnis. Inmitten von etwa 20 Mittsechzigern und gleichzeitig passionierten Hochsee-Anglern mit der Route unterm Arm machte ich mich zum Boarding bereit. Dass wir auf Christmas Island zwischenlanden würden, habe ich zehn Minuten vorher erfahren, anscheinend das Mekka für eben solche Leute, die das Flugzeug dann dort auch verließen. Den ganzen Flug über habe ich mir ausgemalt, wo denn bitte diese Insel liegen mag. Plötzlich in Mitten des dunkelblauen Ozeans, lagen türkisblaue, winzig kleine Inselgebilde nebeneinander, wie ein riesiger Flickenteppich aus Sand und Wasser. Wir landeten auf einer halb Staub- halb Asphalt-Bahn. Kleine Kinder rannten zum Absperrzaun des "Flughafens", um das Ungetüm aus Aluminium und Stahl zu bestaunen - das einzige Flugzeug weit und breit. Wir hatten eine Stunde Aufenthalt, um an diesem Ort einmal kurz Luft zu schnuppern, bevor wir mit viel Staubaufwirbeln gestartet sind und ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals mehr auf diese versteckte Insel kommen werde.

Nach insgesamt nun einigen Stunden Flugzeit landete ich in Nadi, der größten Stadt auf den Fidschis. Auf Hawaii waren es elf Stunden Zeitverschiebung, auf Fidschi nun auch. Allerdings habe ich die Datumsgrenze überflogen und so bin ich nun einen halben Tag vor euch. Am Flughafen wurden alle Reisenden mit einer Folklore-Band empfangen wie Superstars, dies ging aber irgendwie total unter in dem irren Gefühl auf einmal mitten in den Tropen zu sein: Immens hohe Luftfeuchtigkeit und enorme Hitze schlugen mir entgegen und ein Meer aus Vögeln zwitscherte - wahrscheinlich ein heiteres "Bula".

Nach zwei Nächten in Nadi für eine Hand voll Fidschi-Dollar (es lächelt die Queen auf jedem Geldschein) nahm ich im Hafen von Denarau einen Katamaran, der mich auf eine abgelegene kleine Insel gebracht hat: Mana Island. Hier habe ich mich für weitere zwei Nächte im dortigen Resort einquartiert. Allein die Hinfahrt zu diesem Paradies auf Erden war überwältigend schön. Wir machten Zwischenstopp an Inseln mit Namen wie "Bounty Island" oder "Treasure Island". Unglaublich kleine Inseln umringt von weißem Sandstrand und glasklarem Wasser, das selbst auf hoher See einen Blick bis zum Grund des Meeres erlaubte.

Wenn mir jemand bisher gesagt hatte, ich solle mal die Seele baumeln lassen, wusste ich nicht, wie genau man so was praktiziert, doch in dieser Kulisse hier kann man einfach nicht anders. Und spätestens als ich bemerkt habe, dass die Schatten auf dem kalkweißen Sand sich nicht im Uhrzeigersinn bewegten, wusste ich, dass ich ganz schön weit weg bin.

Bald geht es von hier weiter nach Sydney, mein erster Besuch in Australien. Ich melde mich also dann aus meiner nächsten Station."

IF I RAN THE COMPANY (IIRTC) ist ein von MediaCom weltweit ausgeschriebener Ideenwettbewerb, an dem sich alle Mitarbeiter beteiligen können. Getreu dem Motto "Wenn ich Chef dieser Firma wäre, dann..." entwickeln unsere Mitarbeiter-Teams außergewöhnliche Ideen, die sie innerhalb der Agentur umsetzen würden. Erstmals hat dabei 2011 eine deutsche Gruppe gewonnen. Als Dankeschön darf jedes Mitglied des Gewinnerteams einmal um die Welt fliegen - auf Kosten von MediaCom - und bekommt damit den "Urlaub seines Lebens". Philipp hat den Anfang gemacht und berichtet hier von seinem 'Holiday of a lifetime'.


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