"Bula! Wenn es auf den Fidschi-Inseln
ein Wort gibt, das man im Miteinander mit der einheimischen
Bevölkerung drauf haben muss, dann sind das genau diese vier
Buchstaben. Meistens zur Begrüßung eingesetzt, doch auch gerne
einfach mal so zwischendurch aus voller Überzeugung oder auch als
Allzweckwaffe gegen die Sprachbarriere, wenn Englisch nicht
funktioniert. Bula hier, bula da.
Mein Flug aus Honolulu hier her war
ein Erlebnis. Inmitten von etwa 20 Mittsechzigern und gleichzeitig
passionierten Hochsee-Anglern mit der Route unterm Arm machte ich
mich zum Boarding bereit. Dass wir auf Christmas Island
zwischenlanden würden, habe ich zehn Minuten vorher erfahren,
anscheinend das Mekka für eben solche Leute, die das Flugzeug dann
dort auch verließen. Den ganzen Flug über habe ich mir ausgemalt,
wo denn bitte diese Insel liegen mag. Plötzlich in Mitten des
dunkelblauen Ozeans, lagen türkisblaue, winzig kleine Inselgebilde
nebeneinander, wie ein riesiger Flickenteppich aus Sand und Wasser.
Wir landeten auf einer halb Staub- halb Asphalt-Bahn. Kleine Kinder
rannten zum Absperrzaun des "Flughafens", um das Ungetüm aus
Aluminium und Stahl zu bestaunen - das einzige Flugzeug weit und
breit. Wir hatten eine Stunde Aufenthalt, um an diesem Ort einmal
kurz Luft zu schnuppern, bevor wir mit viel Staubaufwirbeln
gestartet sind und ich mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit niemals mehr auf diese versteckte Insel kommen
werde.
Nach insgesamt nun einigen Stunden
Flugzeit landete ich in Nadi, der größten Stadt auf den Fidschis.
Auf Hawaii waren es elf Stunden Zeitverschiebung, auf Fidschi nun
auch. Allerdings habe ich die Datumsgrenze überflogen und so bin
ich nun einen halben Tag vor euch. Am Flughafen wurden alle
Reisenden mit einer Folklore-Band empfangen wie Superstars, dies
ging aber irgendwie total unter in dem irren Gefühl auf einmal
mitten in den Tropen zu sein: Immens hohe Luftfeuchtigkeit und
enorme Hitze schlugen mir entgegen und ein Meer aus Vögeln
zwitscherte - wahrscheinlich ein heiteres "Bula".
Nach zwei Nächten in Nadi für eine
Hand voll Fidschi-Dollar (es lächelt die Queen auf jedem
Geldschein) nahm ich im Hafen von Denarau einen Katamaran, der mich
auf eine abgelegene kleine Insel gebracht hat: Mana Island. Hier
habe ich mich für weitere zwei Nächte im dortigen Resort
einquartiert. Allein die Hinfahrt zu diesem Paradies auf Erden war
überwältigend schön. Wir machten Zwischenstopp an Inseln mit Namen
wie "Bounty Island" oder "Treasure Island". Unglaublich kleine
Inseln umringt von weißem Sandstrand und glasklarem Wasser, das
selbst auf hoher See einen Blick bis zum Grund des Meeres
erlaubte.
Wenn mir jemand bisher gesagt hatte,
ich solle mal die Seele baumeln lassen, wusste ich nicht, wie genau
man so was praktiziert, doch in dieser Kulisse hier kann man
einfach nicht anders. Und spätestens als ich bemerkt habe, dass die
Schatten auf dem kalkweißen Sand sich nicht im Uhrzeigersinn
bewegten, wusste ich, dass ich ganz schön weit weg bin.
Bald geht es von hier weiter nach
Sydney, mein erster Besuch in Australien. Ich melde mich also dann
aus meiner nächsten Station."
IF I RAN THE COMPANY (IIRTC) ist
ein von MediaCom weltweit ausgeschriebener Ideenwettbewerb, an dem
sich alle Mitarbeiter beteiligen können. Getreu dem Motto "Wenn ich
Chef dieser Firma wäre, dann..." entwickeln unsere
Mitarbeiter-Teams außergewöhnliche Ideen, die sie innerhalb der
Agentur umsetzen würden. Erstmals hat dabei 2011 eine deutsche
Gruppe gewonnen. Als Dankeschön darf jedes Mitglied des
Gewinnerteams einmal um die Welt fliegen - auf Kosten von MediaCom
- und bekommt damit den "Urlaub seines Lebens". Philipp hat den
Anfang gemacht und berichtet hier von seinem 'Holiday of a
lifetime'.